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Das Haus - ehemaliges Gutshaus in Brüssow - in der Uckermark - 300 Jahre alt - mit eigener Geschichte - ist seit 2003 das Refugium des Bildhauers. In neun verschiedenen großen Innenräumen stehen, den Jahrzehnten der Entwicklung zugeordnet, Skulpturen der Jahre 1958 bis heute. Den frühen Eisenplastiken, korrodiert rot-braun, stark strukturiert, mit dem Schneidbrenner geschnitten, von denen sich nur noch wenige im eigenen Besitz befinden, folgen die kubischen Edelstahlplastiken ab 1965, die "Faltungen", die verschiedenen Entwicklungsphasen des "Laokoon"-Themas zwischen 1975/80. Die "Berührungen" der 80er Jahre werden in verschiedenen Modellen aufgezeigt. Die Skulpturen sind meist aus Edelstahl. Es gibt ferner die Kombination Stahl und Holz, sowie in der Kleinplastik den Bronzeguß. Die dynamisch-fließenden, weichen Formen des "Wogen"-Themas seit 1990 sind in zwei großen Räumen präsentiert. Die Skulpturen der verschiedenen Jahrzehnte sind durch entsprechende Handzeichnung, Malerei und Grafik/Radierung und Linolschnitt ergänzt. Auf dem Hof, im Garten und einem Teil des ehemaligen Gutsparks, einem in die Landschaft leicht hügelig abfallenden Gelände, sind die großen Skulpturen aufgestellt. Steintreppen führen auf den denkmalgeschützten Turmberg mit einer 200jährigen Linde, der Reste einer frühmittelalterlichen Befestigung birgt. Man blickt auf eine in den 30er Jahren gestaltete, tiefergelegene, gemauerte Teichanlage in T-Form mit der großen "Berührung" von 1995 sowie der "flammenden Woge" aus dem Jahr 1994, einer "Faltung" von 1972 und einer kleinen "Woge" von 2000. Durch große Fenster in den Ausstellungsräumen ergeben sich Parallelen zwischen Entwurf, Modell, Kleinplastik und den großen Skulpturen im Außenbreich. Das Haus und das Anwesen zeigen den aus dem Eigenbesitz des Bildhauers möglichen Querschnitt von Skulptur ab 1958 mit Eisen, den ersten aus dem Dreieck sich entwickelnden "Fächerformationen" aus Edelstahl bis zu den weichen "Wogen"-Formen zwischen 1989/90 und 2005.
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